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Migration von
SAPScript / SmartForms zu
Adobe Interactive Forms

1. Vorteile von Adobe Forms

  • Das Dokumentieren des Formulars und der Schnittstelle ist möglich
  • Das Formular wir standardmäßig im plattformübergreifenden Dateiformat PDF oder in den Druckersprachen PS, PCL oder ZPL ausgegeben
  • Die PDF-Felder oder das ganze Formular können eingabefähig geschaltet werden
  • Die Eingabe in interaktiven Feldern können gespeichert und in SAP zurück gespeichert werden
  • Ein PDF kann dynamisch sein. In Abhängigkeit von Feldeingaben ändert sich die Sichtbarkeit/Eingabefähigkeit von Feldern
  • Der Versand der erzeugten PDF-Dokumente erfolgt mit dem installierten Mailclient
  • Grafiken können in das Formular eingebettet werden. Die grafischen Möglichkeiten im LiveCycle-Designer sind größer als bei Smart Forms, wie z. B. die einfache Möglichkeit Text um 90, 180 oder 270 Grad zu drehen oder Kästen mit abgerundeten Ecken
  • Im Kontext lassen sich Adressen, Texte und Grafiken explizit aufführen
  • Die Knoten lassen sich im Kontext inaktiv setzen und sind optisch auch sofort als solche erkennbar. Die Daten dieser Knoten werden nicht zum Formular übertragen und sparen dadurch Performance bei der Formularerzeugung
  • In der Layoutansicht des Formulars sind nur die Felder sichtbar, die es im Kontext des Adobe LiveCycle Designer gibt (vordefinierte Muster wie z. B das Datum in verschiedenen Formaten auszugeben Des Weiteren lassen sich auch eigene Muster definieren
  • In das PDF-Formular können Schaltflächen eingefügt werden, die dann mit einer Funktionalität versehen können. Dies erfolgt mit der Programmierung in Form Calc oder JavaScript.
  • In der Transaktion SFP werden Formular und Schnittstelle getrennt angezeigt. Die Darstellung der Schnittstelle ist sehr übersichtlich
  • Der Seitenhintergrund (Masterseite) lässt sich vom Vordergrund trennen, was die Übersicht erleichtert und es einfacher macht den Seitenhintergrund von Formular zu Formular zu kopieren
  • Formulare können digital signiert werden
  • Felder lassen sich im LiveCycle Designer sperren, sodass sie nicht versehentlich angeklickt werden können
  • Es gibt eine Suchfunktion nach Knoten in der Schnittstelle und im Kontext. Nachteil: Es kann nicht nach Knoten/Feldern gesucht werden
  • Des Weiteren besitzt der LiveCycle Designer eine Rechtschreibprüfung
  • Übersetzungsfunktion aus dem Formular heraus ist möglich
  • Die Datenbindung und Variablen in Bedingungen können per Drag & Drop erfolgen
  • Das Adobe Formular ist an die Versionshistorie angeschlossen und somit auch besser gegen den Datenverlust geschützt
  • Eine PDF-Vorschau im Formular ist möglich
  • Testdaten lassen sich generieren, die in der Ausgabe des Formulars dargestellt werden können

2. Migration SAPScript-Formulare nach Adobe Forms über SmartForms

Für SAPScript gibt es kein Migrationstool nach Adobe Forms. Um bestehende Formulare ohne Neuentwicklung nach Adobe Forms zu migrieren, muss der Zwischenschritt über SmartForms erfolgen. Hierfür stellt die SAP zwei Migrationstools bereit. Dabei handelt es um die Einzel- und Massenmigration.

Bei der Einzelmigration müssen zwei Schritte für eine erfolgreiche Migration nach Smartforms durchgeführt werden:
1. Das SAPScript-Formuler migrieren
2. Das SAPScript-Stil konvertieren

Das Ergebnis ist ein SmartForms -Formular auf der Grundlage des entsprechenden SAPScript-Formular und einen Smart Style auf Grundlage des entsprechenden SAPScript-Stiles.

Für eine größere Anzahl an SAPScript-Formularen, die nach SmartForms migriert werden sollen, wurde von der SAP der Massenmigrationsreport SF_MIGRATE entwickelt. Das Ergebnis sind mehrere SmartForms -Formulare auf der Grundlage der entsprechenden SAPScript-Formulare und mehrere Smart Style auf Grundlage des entsprechenden SAPScript-Stiles. Diese SmartForms-Formulare können jetzt nach Adobe Forms migriert werden.

3. Migration SmartForms Formulare nach Adobe Forms

Die SAP bietet ein Migrationstool von SmartForms auf Adobe Forms an. Dabei ist einiges zu beachten:

Bei Migration von Smart Forms werden Schnittstellen- und Formularobjekte erzeugt.

Die Schnittstelle des PDF-basierten Formulars wird aus der Schnittstelle und den Globalen Definitionen des Smart Form bestückt. Sie umfasst die Parameter, Ausnahmen, globale Daten, Typen Feldsymbole, Initialisierungen, Formroutinen und Währungs-/Mengenfelder.

Das Formularobjekt des PDF-basierten Formulars wird aus dem Teilbaum Seiten und Fenster des Navigationsbaumes des Smart Form bestückt und besteht wiederum aus Kontext (Migration der Daten (Schleifen, Ordner, datenabhängige Bedingungen usw.) und Layout (Migration der Formatierung).

Die in den SmartForms Formularen verwendeten Grafiken müssen im bereits migriert sein.

Danach müssen Formulare aktiviert werden.

Keine Migration ist erforderlich bei:/h4>

  • Das Dokumentieren des Formulars und der Schnittstelle ist möglich
  • Das Formular wir standardmäßig im plattformübergreifenden Dateiformat PDF oder in den Druckersprachen PS, PCL oder ZPL ausgegeben
  • Die PDF-Felder oder das ganze Formular können eingabefähig geschaltet werden

Folgende Eigenschaften werden bei der Migration nicht unterstützt:

  • Die Ausgabe eines Deckblattes wird von PDF-basierten Formularen nicht unterstützt, Angaben in den entsprechenden Schnittstellenfeldern werden deshalb ignoriert.
  • Programmzeilen abhängig von einer Layoutbedingung (aktuelle Seite = 1) oder einem layoutbezogenen Event (Seitenumbruch), z.B. Ändern einer globalen Variablen abhängig von der aktuellen Seitenanzahl
  • Verwendung der Ausgabeformate XSF, XDF oder HTML
  • Bedingungen innerhalb einer Schablone, wenn sie die Zeilen- bzw. Zellenzuordnung beeinflussen
  • Verwendung von SAP-Zeichen ("")
  • Formatierung in Textknoten, die von dem durch Adobe festgelegten XHTML-Subset abweichen (nicht umsetzbare Formatierungen gehen bei einer Migration verloren)
  • Kombination von datenbezogenen Ausgabebedingungen (Tablecontrol auf Bedingungen-Registerkarte) und Bedingungen mit Zeitpunkten (z.B. "nur nach Ende des Hauptfensters")
  • Verknüpfung von ausgabebezogenen Bedingungen (z.B. SFSY-PAGE > 10) und datenbezogenen Ausgabebedingungen mit "ODER" an Knoten, die im Layout abgebildet werden (ausgenommen davon sind Textbausteine, Includes, Grafiken, Adressen, Loops)
  • Schablonenzellen, deren Aufbereitung durch die Aufbereitung anderer Zellen unterbrochen sind (z.B. text1 in Zelle 1-1, text2 in Zelle 1-2, text3 in Zelle 1-1)
  • Komplexe Abschnitte
  • Bedingung "Nur vor Ende des Hauptfensters", "Nur nach Ende des Hauptfensters", "Nur auf Seite ..." im Hauptfenster
  • Summierung mit Rücksicht auf Referenzfelder (z.B. Währung)
  • Seitenzähler
  • Kopien- und Abschlussfenster, sowie deren Eigenschaften
  • Minimale Höhe einer Tabelle
  • Sortierereignisse in Tabellen
  • Berechnungen in Tabellen
  • Druckersteuerung-Sequenzen in Kommandoknoten
  • Barcodes
  • Feldaufbereitungsoptionen
  • Links und URLs werden als Text wiedergegeben

Folgende Eigenschaften werden bei der Migration teilweise unterstützt:

  • Obsolete 4.6C Tabellen werden nur als Schleifen migriert. Die Zellenzuordnung geht verloren
  • Ausgabe von Adressen erfolgt als unformatierter Text.
  • Rahmen und Schattierung bei Tabellenzellen werden nicht an die Zeilenhöhe ausgeglichen
  • Aufrufe von Funktionsbausteine (SmartForm basiert) um Druckjobs zu kontrollieren, müssen auf die neuen Funktionsbausteine umgestellt werden. Eine Mischung von Smart Forms und PDF-basierten Formularen in einem Job ist ausgeschlossen.

Die Migration der SmartForms Formulare nach Interactive Forms erfolgt über die vorhandenen SAP Tools unter der Transaktion SMARTFORMS. Nach der Migration können die neuen Schnittstellen und PDF Formulare aktiviert werden.